Ausbeulen oder Austauschen – Hier ist Sachverstand gefragt

Seitenwand Diagonale

Es ist im Gespräch mit Ihnen – den Kunden – ein häufig auftretendes Thema:

Soll das Teil erneuert oder ausgebeult werden? Gerade zu Zeiten, in denen viele von Ihnen die sogenannte „Smart-Repair“ bereits selbst kennengelernt haben, ein Punkt.

Pauschal lässt sich diese Frage eigentlich nur an der Wirtschaftlichkeit festmachen.

Hierzu zählt jedoch nicht nur der alleinige Teilepreis, der Arbeitsaufwand und die nachfolgende Lackierung.

Auch eine etwaige Wertminderung muss berücksichtigt werden, ebenso ist das Risiko von versteckten Mängeln nach erfolgter Reparatur nicht zu vernachlässigen. Die dadurch potentiell verursachten Schäden können durchaus erheblich sein, jedoch erst deutlich jenseits der Gewährleistungsfristen auftreten.

Konnten früher Teile noch halbwegs bequem wieder instandgesetzt werden, stellen die heute gängigen Fügetechniken und Fahrzeugaufbauten den Instandsetzer vor viele Herausforderungen. So kommen bei aktuellen Fahrzeugen vielfach Kombinationen aus Schweißungen, Lötungen, Klebenähten und Nietverbindungen vor. Dank des heute eher dünneren Bleches sowie erheblichen Verbesserungen der Instandsetzungstechniken ist eine Instandsetzung vielfach an Stellen durchführbar, wo man früher abgewunken hätte. Dies ist vielfach aber auch von der Ausstattung des durch Sie gewählten Reparaturbetriebes abhängig.

Nun aber kommt das „Aber“: Gerade bei großformatigen Blechbauteilen wie Seitenwänden stellt sich folgende Frage: Wer garantiert, dass es innerhalb der Klebenähte keine Rissbildung durch die Verformung beim Unfall gab? Und auch bei der nachfolgenden Instandsetzung keine solche? Nicht jede Montagestelle ist gut inspizierbar und kann nach erfolgter Reparatur ausreichend nach-konserviert werden. Somit herrscht vielfach bei reinen Instandsetzungen das Risiko späterer Korrosion. Das gilt insbesondere an schlecht zugänglichen Bereichen. Zudem ist es zu beachten, dass auch Blech ein „Formgedächtnis“ als Folge seiner physikalischen Eigenschaften hat. Trotz wiederhergestellter Optik kann die ursprüngliche Stabilität nicht mehr vollständig gegeben sein. Und natürlich spielen in Zeiten, in denen der Markenbetrieb bis zu 200 Euro je Stunde aufruft, auch die Stundensätze der beauftragten Werkstatt eine wichtige Rolle.

Hier sehen Sie einige Bildbeispiele, die das Problem etwas verdeutlichen.

Beispiele:

Klarer Austauschfall – mehrfache Eindellungen/Aufwerfungen der Seitenwand h.l. .

Seitenwand Seitenansicht

Seitenwand Diagonale

Grenzfall – Eindellung klein, jedoch Blechteil kleinformatig (Fügestelle unter dem Plastikschutz) und problemlos ausbeulfähig. Wechselaufwand nach Herstellervorgabe jedoch eher gering und je nach Stundensatz der Werkstatt gegebenfalls günstiger:

Delle Seitenwand rechts

Delle Seitenwand rechts 2

Problemlos instandsetzbar, Wirtschaftlichkeit aber auch hier abhängig vom jeweiligen Stundensatz der Werkstatt – beschädigte Motorhaube:

Schaden Motorhaube

Die Sicht der Geschädigten – ein wichtiges Thema

Desweiteren sind die Betrachtungsweisen der Kunden auf das Thema recht unterschiedlich.

Manche einer empfindet ein instandgesetztes Teil als Manko und hätte lieber ein Neuteil am Fahrzeug.

Insbesondere im Bereich der jungen und alten Liebhaberfahrzeuge gilt das eben Gelesene oftmals andersherum – vielfach wird sehr Wert auf die Originalsubstanz des Fahrzeugs gelegt und es soll gerettet werden, was zu retten ist.

Es gilt hier, unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht den sinnvollsten Weg zu finden – profitieren Sie von unserem Sachverstand, wenn es um Ihren Schadenfall geht!

Gemeinsam und am Fahrzeug erklären wir Ihnen die aus unserer Sicht sinnhafte Verfahrensweise und Aufschlüsselung aller einzelnen Kostenanteile.

Kontaktieren Sie uns für weitere Details, eine kostenlose Ersteinschätzung und Information zu Ihrem Unfall-Schaden ist jederzeit kurzfristig möglich!

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